Carl Constantin Weber

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Category Archives: Allgemein

Ein Affenbrunnen für den Kiez

Kopenhageners. 12, Prenzlauer Berg, Berlin Schon vor einigen Wochen habe ich ein kleines Kunst am Bauprojekt für Stephan Thiele Architekten, Berlin abgeschlossen. Der Architekt Thiele realisierte in seinem nachbarschaftlichen Kiez ein mehrstöckiges Wohnhaus (für eine freie Baugemeinschaft), dass eine vorhandene Baulücke füllt und in direkter Nachbarschaft zum sogenannten Affenspielplatz steht. Das junge Büro hat sich […]

(English) GIRO DI´BERGAMO, 24/05/17, Zeichenworkshop, 5. Tag, Schlussetappe auf KopfsteinpflasterGIRO D´BERGAMO, 05/24/17, urban sketching workshop, last stage with cobbles

Eine der Wohnungen durften wir, freundlicher Weise, bis zum Abend behalten. Dort sammelten wir alle Taschen und fixierten unsere gemachten Zeichnungen. Unser letzter Tag führte uns in ein etwas verstecktes Gässchen im Süden der Altstadt. Hinter einer riesigen alten Schule stand uns eine steile Gasse Modell. Aus der Schule dröhnte der kreischige Schullärm herunter, man […]

(English) GIRO DI´BERGAMO, 23/05/17, Zeichenworkshop, 4. Tag, Königsetappe und dreifacher Fluchtversuch GIRO D´BERGAMO, 05/21/17, urban sketching workshop, 4th day, up and down

Versprochen war für diesen Tag die Begegnung der III. Art. Durch die Anwesenheit von reichlich Türmen und steilen Strassen war ab nun auch der 3. Fluchtpunkt gefragt. Zuvor aber portraitierten wir einen historischen Waschstand aus Marmor. Diese steinerne Ansammlung von Waschbecken war eine dankbare Fingerübung, um Fluchten zu üben. Nach dieser Perspektive zum Aufwärmen stand […]

GIRO DI´BERGAMO, 22/05/17, Zeichenworkshop, 3. Tag, Piazza, Palazzo und Baum, vs. zeichnendes Prekariat

Wie auch gestern fertigte ich, bevor um 9:00 Uhr die Studenten kamen, eine Zeichnung für mich allein an. Für den heutigen Tag standen komplexere Häuserkompositionen auf dem Plan. Die Stadt eignete sich, durch ihre tiefen Straßenschluchten hervorragend, um den Aufbau von Perspektiven mit Hilfe von schlichter Flächenkomposition zu demonstrieren. Dafür zeichnet man als ersten Schritt […]

GIRO DI´BERGAMO, 21/05/17, Zeichenworkshop, von der 1. Etappe direkt in die 15. Etappe,

Die Sonne schien schon sehr früh gleichzeitig durch zwei Fenster in mein Bett, an ein Ausschlafen war so nicht zu denken. Erst am Tag meiner Abreise fiel mir auf, dass mein Zimmer aussen auch über Fensterläden verfügte… dabei hatte ich in den letzten Tagen unzählige davon gezeichnet. Betriebsblind? Mein Zimmer lag direkt neben der Kathedrale […]

GIRO DI´BERGAMO, 20/05/17, Zeichenworkshop

Vor Jahren kam ich eher zufällig durch das schöne Bergamo. Damals notierte ich mir diese geschlossene Stadtanlage, um irgendwann einmal mit Studenten zum Zeichnen zurückzukehren. Bergamo liegt, wie der Name versehentlich glauben macht, auf einem eigenen Berg, am Rande der italienischen Poebene. Die gesamte Altstadt ist durch eine venezianische Befestigungsanlage umgeben. Innerhalb dieser Stadtmauer herrscht […]

EUROCAMPUS ZAGREB, 7. TAG

Sonntagsfein   Dank eines Laubgebläses wache ich um 5 Uhr mit Kopfschmerzen  auf,  wie jeden Morgen in Kroatien. Das Fenster läßt den Lärm des monotonen Störgeräusches ungefiltert herein, ständig brausen motorisierte Frühaufsteher dicht am Hotel vorbei. Der letzte Morgen unserer schönen Reise beginnt. Der Kollege reiste schon im Morgengrauen ab, ohne es am Abend zuvor versäumt zu haben […]

EUROCAMPUS ZAGREB, 6. TAG

Game of Thrones, als topographische Erfahrung und der zeichenresistente Schweinehund An unserem Esstisch fängt es fürchterlich zu stinken an. Mitten auf dem Tisch steigt aus einem flackernd brennendem Teelicht verdächtig schwarzer Rauch auf. Der Kellner eilt an unseren Tisch und wirft, linkisch grinsend, das Teelicht auf den Platz vor die hell beleuchtete Barockfassade. Ich versuche […]

EUROCAMPUS ZAGREB, 4. TAG

Türken in Dalmatien, Nordroute Die Bomben hatten Dach und Seitenkapelle der Kirche getroffen, der siebenjährige Junge  hingegen blieb glücklich unversehrt, und obwohl dieses Ereignis schon 24 Jahre zurückliegt, sind seine Einrücke aus jener Zeit noch sehr präsent.  Der junge Mann, der uns zufällig von seinen Erlebnissen in Šibenik, während der Zeit des Beschuss durch die Serben, berichtete war  sehr ergriffen, mehr […]

Projekt Roda Wogn, Teil 3, Der Dreh im Rabenhof

Eine Geschichte von Fleischköpfen und Porzellanköpfen. Der junge Soldat hinter dem mobilen Holzpodest, der eigentlich einen Counter darstellte, war fesch. Sein Kakishirt wurde am Arm von einer Binde in den österreichischen Nationalfarben bekränzt. Er forderte mich freundlich auf meine Einreisepapiere an ihn auszuhändigen. Unter meinem Arm klemmte eine schmale Mappe in der sich ein ganzes Dossier an Formularen

Projekt  Roda Wogn, Teil 2, Geburt der Puppen, die rote Wiege und glückliche Eltern

Ich startete mit den „leichteren“ Köpfen und modellierte sie mit Ton. Die ersten drei Köpfe begannen zwischen meinen Fingern lebendig zu werden. Im schwarzen Ton wirken solche kleine Portraits seriös und zeitlos. Die zwei schwierigen Köpfe schob ich vor mir her, ich hoffte, dass es beim Modellieren schon irgendwie passieren würde und begann mit ihnen zu Ringen.

Projekt Roda Wogn, Teil 1, embedded Puppenmacher

09.-11.01.20 die Tournee, In der Kantine des Salzburger Argekultur-Hauses hockte ich auf einem Holzschemel und rührte in meinem Grünen Tee. Der Tee sollte mich beruhigen, denn ich fühlte  mich irgendwie fehl am Platz  und angespannt. Draussen vor der großen Scheibe war Salzburg nicht als die gewohnte Puppenstube ansichtig, sondern schaute mit grauem Vorortgesicht zu mir hinein. […]

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