Carl Constantin Weber

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Venezia 2016, Maler Klecksels Exkursion, nur noch Drei im Nebel

Am gestrigen Abend zeichnete es sich schon ab. Unser ältester Sohn klagte über Übelkeit, Erbrechen, etc. Erst stand das winterliche Erdbeereis unter Verdacht, als dann aber auch noch ein weiteres prominentes Familienmitglied ausfiel waren wir nur noch zu dritt.

Es gab in der Früh keinen Morgenlauf im Dunkeln. Das Krankenzimmer brauchte ausgiebigen Schlaf.

Umso früher packte ich mit den beiden jüngeren Kindern die Mal- und Zeichensachen ein, um in Richtung Rialtomarkt aufzubrechen.  Als Trio zogen wir los. Unser frischgebackener Expeditionsfotograf, die kleine Malerin und Herr Klecksel.

Die gute Nachricht, der angekündigte Regen war kaum spürbar, dafür war das Wetter diesig, wenig Licht, die Wolken verschluckten jedes höhere Gebaeude von oben nach unten. Im offenen Fischmarkt suchten wir uns einen trockenen Platz. Später eine ähnliche Situation auf dem Gemüsemarkt. In den Arkaden entdeckte meine Tochter sehr empört einen Pferdeschlachter.

Als kleine bewegliche Einheit zogen wir eine Runde durch die Stadt. Dank des Wetters waren deutlich weniger Karnevalisten unterwegs, die Stadt dämmerte verträumt vor sich hin.

Die beiden abstinenten Familienmitglieder wurden vermisst, die Beleuchtung verbreitete melancholische Stimmung.

Morgen wird es  Zeit für Sonnenlicht. Die diesigen Tage haben uns einen vorsichtigeren Umgang mit den Filzstiften nahegebracht, aber echte Schlagschatten zu Zeichnen wird höchste Zeit.