Carl Constantin Weber

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EUROCAMPUS ZAGREB, 7. TAG

Sonntagsfein

 

Dank eines Laubgebläses wache ich um 5 Uhr mit Kopfschmerzen  auf,  wie jeden Morgen in Kroatien. Das Fenster läßt den Lärm des monotonen Störgeräusches ungefiltert herein, ständig brausen motorisierte Frühaufsteher dicht am Hotel vorbei.

Der letzte Morgen unserer schönen Reise beginnt. Der Kollege reiste schon im Morgengrauen ab, ohne es am Abend zuvor versäumt zu haben mir seine boardgepäckuntauglichen Beutestücke ins Zimmer zu tragen. So knie ich auf meinem Koffer und versuche, leere, bemalte Weinflaschen faltenfrei mit meiner Restgarderobe zwischen den Reisverschluss zu quetschen.

Nach dem Frühstück schlendere ich in die Stadt. Auf der Hauptpromenade wird ein ca. 200 Meter langer Tisch mit Feinkost dekoriert. Ein Food-Festival gastiert in Dubrovnik. Sonne ist nicht zu sehen und so bewege ich mich, in düsterer Mittelalterstimmung, zielstrebig zu meinem ersten Motiv. Im östlichen Teil der Gassen gibt es ein steile Barocktreppe, die mehrmals von konkave zu konvex wechselt und an deren oberem Scheitelpunkt sich eine ebenfalls barocke Kirchenfassade auftürmt.

Gerade beginne ich zu zeichnen, als ein grosser Hund, ausser Riechweite, seinen Bären mitten auf die Strasse setzt. „Glück gehabt“.

Leider taucht 3 Minuten später ein eiliger Mann auf, der sich nicht lange bitten läßt und treffsicher den Haufen verflacht. Nach zwei ärgerlichen Schritten beschließt er seine Sohle direkt vor mir an einer Treppenstufe abzustreifen und meine Erinnerung duftend aufzufrischen.

Die Studenten hatten, am Abend zuvor, ihre task list für den Tag erhalten. Der heutige Sonntag ist bei jedem Mitreisenden für selbstständiges Arbeiten vorgesehen. Am frühen Nachmittag beschließen wir das Programm mit der Abschlussbesprechung am Strand, gegenüber der Altstadt. Wir tauschen die zeichnerischen Ergebnisse aus, resümieren die Reise und verabschieden uns voneinander. Die Studentengruppe bleibt noch eine Nacht länger als wir, da die Flugtickets für diesen Tag ausgebucht waren.

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