Matera 2026, Zeichenexkursion

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Matera 2026, Zeichenexkursion

02.-09. Mai 2026

Leitung

Constantin Weber, Prof. Grundlagen der Gestaltung, plastisch

Volker Schlecht, Prof. Grundlagen der Gestaltung, grafisch

Teilnehmende

Johanna Flieger, Eni Scholz, Jette Koczak, Annabell Blessing, Nina Kasolowsky,, Sina Zöllner, Marisa Gwenner, Annika Korn, Elsa Trümpler, Sina Schumann,, Robert Neudert, Louis Neske, Lisa Wulff, Tom Müller, Lukas Rebenstorf, Kurt Oehme, Lilli Bartosiewicz, Julius Kirschnick, Dr. Matthias Höhne

 

Die Wahl Materas als Exkursionsziel hat mich zu zwei Ausnahmen veranlasst.  Eine vorbereitenden Erkundungsreise vor der  Exkursion hatte ich bisher nicht für nötig gehalten. Matera besucht ich vorsichtshalber  ein ½ Jahr vor der eigentlichen Reise, weil die Stadt unserem Entschluss widersprach bevorzugt Städte mit baugeschichtlich durchmischter Bausubstanz auszuwählen, um zeitgenössischen Bezug in unsere Motiven integrieren zu können. San Sebastian und Genua standen für diese Entscheidung.

Mit Matera hatten wir jedoch wieder ein Ziel ins Auge gefasst, das durch seine bauliche Homogenität auffällt. Bilder von Matera vermitteln den Eindruck einer monolithischen Stadt. Man kann ihr ansehen, dass sie als eine der ältesten durchgängig bewohnten Siedlungen der Welt gilt. Sie wirkt aus der Zeit gefallenen, archaisch und ein bisschen düster.

Diesem Eindruck verdank Matera seine Beliebtheit als Filmset. Pasolini, diverse Bibelverfilmungen und zuletzt eine James-Bond-Episode wurden dort gedreht. Matera als Bildmotiv ist schwieriger zu zeichnen als man denkt. Die Stadt ist weder für ihre Solitärbauten, noch ihren Stadtgrundriss auffällig. Sie ist wie eine aus Stein gehauene historische Favela angelegt, im besten Sinne unübersichtlich, ohne eine städtebauliche Hierarchie die das Bild gliedert. Ich war im Herbst dorthin gereist, um herauszufinden, wie man mit der besonderen Motivsituation umgeht. In eine steile Schlucht, inmitten einer weiten Ebene, wurden in der Steinzeit viele Höhlen geschlagen, die nach und nach zusammenwuchsen und später durch vorgesetzte Mauern vergrößert wurden. Die Stadt zieht sich über die Hänge der Gravina di Matera und bildet atriumsartige Blickbeziehungen zwischen den Stadtvierteln aus. Besonders an Matera ist seine einfache Baustruktur. Vorherrschend sind Gebäude die einem simplen Hausschema entsprechen. Schlichte Kisten mit Löchern für Tür und Fenster. Aufwändige Profile, Dachkanten und Portale, die normalerweise Gebäude skalieren helfen, sind selten. Auf einem gezeichneten Blatt führt das Fehlen der üblichen Gliederungen, die den Maßstab schätzen helfen, leicht zu Schwierigkeiten. Es gibt in der einzelnen Fassade wenig Plastizität, ihnen fehlt das Spiel des Lichts, das sich an Profilen fängt und Wandstärken spürbar macht. Unversehens sehen Zeichnungen der Häuser aus, als hätte man im Gewirr der vielen Kuben die Nerven verloren und banale Häuserschemata gezeichnet. Die Gebäude unterscheiden sich wenig in der Größe, Straßenzüge sieht man selten. Das Kompositionsprinzip erinnert an einen Würfelhusten, Plastizität  entsteht durch die wogende Häusermasse, die über die Verwerfungen der Schlucht gleitet. Die Attraktion von Matera sind seine Stadtpanoramen, die uns unweigerlich an Wimmelbilder denken ließen. Was im natürlichen Gegenüber viel Reiz entwickelt, sieht auf dem Blatt schnell gleichförmig aus.  Den Widerspruch zwischen realer und gezeichneter Wahrnehmung zu lösen und eine geeignete Abstraktion dafür zu finden, war die Herausforderung der Exkursion. Im Herbst ging es für mich darum selbst mit dieser Situation klarzukommen, um danach den TeilnehmerInnen im Mai einen Schlüssel zu präsentieren, mit dem sie die Stadt zeichnerisch bewältigen könnten.

Skizzen C. Weber, Auswahl

 

Ausstellungsplakat, A2, Eröffnung 16.06.26, Foyer Haus 15

Studentische Arbeitsergebnisse, Auswahl

 

 

03.05.26                Blog 

 

   

 

DIN A3, Bleistift,

Zeichnungen von:  Marisa Gwenner, Robert Neudert, Julius Kirschnick, Louis Neske, Tom Müller, Lisa Wulff

 

 

04.05.26                  Blog

DIN A3, Bleistift,

Zeichnungen von:  Marisa Gwenner, Lukas Rebenstorf, Lisa Wulff,

 

 

05.05.26           Blog

 

DIN A3, Bleistift,

Zeichnungen von:  Marisa Gwenner, Lukas Rebenstorf, Lisa Wulff, Robert Neudert Jette Koczak, Sina Zöllner, Julius Kirschnick, Tom Müller, Eni Scholz

 

06.05.26 (freier Tag)          Blog

DIN A3, Bleistift,

Zeichnungen von:  Lisa Wulff

 

 

07.05.26                   Blog

 

     

DIN A3, Bleistift,

Zeichnungen von:  Anna Blessing, Lisa Wulff, Robert Neudert, Nina Kasolowsky, Julius Kirschnick, Tom Müller, Eni Scholz

 

 

08.05.26                 Blog

 

 

 

DIN A3, Bleistift,

Zeichnungen von:  Sina Zöllner, Marisa Gwenner, Lisa Wulff, Robert Neudert, Louis Neska, Tom Müller, Eni Scholz, Lisa Wulff

08.05.26        Blog

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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