Carl Constantin Weber

Portfolio

redline

Es soll eine stadtskulptur modelliert werden die sich dem thema grenzsituation/rote line widmet. ganz bewußt soll dieser ansatz spielerisch erfolgen, ohne konkrete nutzung von Häusern aufzuführen, noch deren Inneres zu beschrei- ben.
es wird eine städtische situation modelliert, die künstleri- sche plastische ansätze zu dem Projekt erarbeitet. Dabei kann die grenzsituation ganz frei erfunden werden, so wie es sich für diese torsituation eignen könnte.
künstlerische technik
Der Begriff des readymades trifft nicht ganz korrekt den sinn der kursidee. Die in der kunst benutzten Begriffe des objet trouvé, Collage oder der assemblage wären zutref- fender, sind jedoch umgangssprachlich nicht so bekannt. ein objet trouvé (franz. für ‚gefundener gegenstand‘) ist ein kunstwerk, bzw. teil eines kunstwerks, das aus vorgefundenen alltagsgegenständen oder abfällen hergestellt wird. readymades werden sie genannt, wenn der künstler am vorgefundenen objekt keine oder kaum eingriffe vornimmt. assemblagen sind Collagen mit plastischen objekten, die auf einer grundplatte montiert sind. so entstehen kunstwerke mit reliefartiger oberfläche
sich von Zufälligkeiten inspirieren zu lassen ist eine beliebte Methode unter künstlern neues zu schaffen. schon im 19. jahrhundert kursierte diese Methode in der Boheme in form eines gesellschaftsspiels. aus einem zufällig entstandenen schmutzfleck auf dem Papier musste ein Bild assoziiert und gezeichnet werden.
auch der Bildhauer kennt die inspirierende Versuchung die entsteht, wenn sich zufällige fingerspuren im ton zu einem fremd und anziehend wirkenden gesicht entwickeln. Der Zufall ersetzt nie konstruktives Denken und entwerfen, aber er birgt die große Chance neue formen zu nutzen, die uns sonst nicht eingefallen wären.
Durch eine gute wahrnehmung, das Beobachten von naturformen und der analyse ihrer Bedeutung entstehen üblicherweise neue formerfindungen.
Die kunstrichtung der sogenannten readymades und objet trouvés vereint diese beiden Phänomen auf verblüffen- de weise. Picasso, Marcel Duchamp und einige andere Bildhauer suchten sich gegenstände des alltags, die eine charakteristische ausstrahlung hatten. sie entdeckten in diesen industriellen objekten aber ganz erstaunliche kre- atürliche formen und aussagen die sie zu völlig anderen Bedeutungen umnutzten.
jeder kennt die kombination aus fahrradlenker und sattel,

die bei Picasso zum stierschädel wurde.
aus zwei spielzeugautos und einem keramiktopf entstand eine affenmutter.
wir, die Betrachter dieser werke, bewundern in erster linie die schärfe der Beobachtungsgabe. Im laufe dieses kurses wollen wir unsere plastische Beobachtungsgabe spielerisch schärfen lernen und für die architektur nutzbar machen.