Carl Constantin Weber

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EUROCAMPUS ZAGREB, 5. TAG

Die Stadt im Haus, auf Kante fahren

Nach einer warmen Nacht in Split beginnt auch der folgende Morgen sonnig. Die nächtliche Erkundungstour durch den labyrinthischen Diokletianpalast hatte dazu gedient, für den Vormittag, die besten Skizzenorte festzulegen. 2 Stunden arbeiten alle an ihren Situationen. Danach erkunden wir, an einer besonders geeigneten Stelle die „Stadt im Haus“.

Wir brechen auf, um das Wohnhaus des Ivan Mestrovič zu besuchen. Plastik und Architektur vereint zu einem etwas strengen Gesamtkunstwerk. Das Haus gliedert sich gänzlich symmetrisch. Mestrovič arbeitete in recht unterschiedlichen Stilen, gemein ist allen eine virtuose Beherrschung der Räumlichkeit, aber auch eine etwas seelenlose wirkende Aussage.

Als eine spannende Unterhaltung erweist sich unsere gemeinsame, also internationale Analyse von ca. 20 grossen Holzreliefplatten zum Leben von Jesus, die Mestrovič in seiner Privatkapelle eingesetzt hat. Christliche Ikonographie in der Wahrnehmung der verschiedensten Weltanschauung ist ein interessanter Diskurs.

Das schöne Stadion von Hajduk Split, das etwas in die Jahre gekommen ist, setzt einen schwungvollen Kontrast. Unser nächstes und letztes Ziele ist Dubrovnik.

Vor uns liegt eine der schönsten Küstenstrassen Europas, vergleichbar mit der Region Cinque Terre. Noch ist uns das Wetter einigermassen hold, vereinzelte Schauer ziehen über die Serpentinen, aber die Sicht ist bleibt gut, noch…

Eine kurze trockene Pause wird von uns zu einem Picknick am Strand genutzt. Danach verdunkelt sich der Himmel endgültig und wird tauchen ein, in Dunkelheit und Regengüsse. Bosnien wird  „ohne Sicht“ durchquert.

Meine Beifahrer tun mir etwas leid. Die ständigen Kurven und ein Fahrer der viel nebenbei hantieren muss erfordern ständig Aufmerksamkeit.  Mein navigierendes Telefon fliegt im Cockpit von rechts nach link, zudem friert die Software oft ein und muss vom Fahrer neu gestartet werden.

Sehr spät erreichen wir Dubrovnik bei abklingendem Regen.

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